Chronologie

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1946-1947

Die aktive Laufbahn des Vereins begann in diesem Jahr mit Freundschaftsspielen, die Erfolge und auch Niederlagen brachte. Man war aber überzeugt, dass das Geschaffene auch für die Zukunft bestehen werden kann. Im Herbst wurde bei der Militärregierung der Antrag zur Gründung eines Vereins gestellt, der sich bis zum Juli 1947 hinzog.

 

 

1947-1948

Stolz war man, jetzt bei den Verbandsspielen in der damaligen B-Klasse mitzumachen. Der sportliche Erfolg war gut und am Ende der Verbandsspiele hatte der SVK einen Mittelplatz. Nach Beendigung der Verbandsspiele wurde man zu einem "Privat-Pokalturnier" beim Nachbarverein Betzenweiler eingeladen. Der SVK wurden ohne Niederlage und Gegentore Pokalsieger. Als Preis erhielt man einen Blumenstrauß.

 

 

1948-1949

Der Männerchor hat sich in diesem Jahr als Unterabteilung dem Sportverein angeschlossen. Es wurde von allen sehr begrüßt. Man war nun eine Einheit in Sport und Lied. Der langjährige verdiente Dirigent Josef Kopf übergab nun die Leitung Herrn Oberlehrer Braig.

Die B-Klasse wurde in 2 Gruppen geteilt, weil immer mehr Vereine sich anmeldeten. Der SVK spielte in Gruppe 2 und war am Ende der Runde auf zweiter Stelle. Bei dem Aufstiegsspiel gegen Hohentengen auf neutralem Platz in Herbertingen unterlag man bei strömendem Regen mit 0:3.

Der SV Betzenweiler hat wieder zum Pokalturnier eingeladen. Der SVK wurde wieder Sieger. Insgesamt war dieses Jahr ein sportlicher Höhepunkt der kurzen Vereinsgeschichte.

 

 

1949-1950

Eine neue Klasseneinteilung brachte die Umbenennung von der B- in C-Klasse. Dieses Spieljahr brachte sportlich wieder einen schönen Erfolg. Der SVK war am Ende auf dem 4. Tabellenplatz. Der Nachbarverein Dürmentingen hatte im Herbst 1949 zu einem Pokalturnier eingeladen. Man spielte gegen Ertingen und Unlingen und gewann beide Spiele. Als Turniersieger bekam der SVK einen schönen Pokal.

Auf kulturellem Gebiet wurden auch hier große Erfolge erzielt. Das Singspiel "Der Männerschreck" unter Leitung von Herrn Oberlehrer Braig wurde ein großer Erfolg. Erwähnenswert ist noch, dass in diesem Jahr 70 Gesangsproben stattfanden. Es konnten in diesem Jahr noch 8 Spätheimkehrer mit Heimatliedern begrüßt werden.

 

 

1950-1951

Durch Spielerabgänge konnte die Mannschaft des SVK nicht an die Leistungen der vergangenen Jahre anknüpfen und war nach Abschluss der Verbandsspiele im letzten Tabellendrittel zu finden. Beim Pokalturnier in Kappel konnte sie den 2. Pokal erringen.

 

 

1951-1952

Es zeigte sich, dass unser Ort mit damals ca. 400 Einwohnern doch etwas zu klein ist, um einen reibungslosen Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Man hatte Mühe, jeden Sonntag 11 Spieler für die 1. Mannschaft auf die Beine zu bringen. Es war so kein Wunder, dass am Ende der Spielzeit die 1. Mannschaft am zweitletzten Tabellenplatz zu finden war.

 

 

1952-1953

Auch in diesem Jahr hatte man wieder große Sorgen mit der Aufstellung. Es wurde wieder etwas besser, als verschiedene ältere Spieler, die schon aktiv aufgehört hatten, wieder die Fußballschuhe anzogen. So konnte man auch sportlich mithalten und einen Mittelplatz in der Tabelle erspielen. Zum Abschluss der Verbandsspiele hatte man noch in Kappel den 2. Pokal errungen. Es war der schönste Erfolg in diesem Jahr. Auf kulturellem Gebiet wurde bei der Theateraufführung ein schöner Erfolg erzielt.

 

 

1953-1954

Es war ein schweres Jahr in der Vereinsgeschichte. Man konnte noch mit Hängen und Würgen die Rückrunde bestreiten, dann zog sich die 1. Mannschaft vom Spielbetrieb zurück. Es wurde mit einer A-Jugendmannschaft weitergespielt, die gleich auf Anhieb den 2. Platz erringen konnte. Dafür wurde auf kulturellem Gebiet ein sehr großer Erfolg erzielt. Es wurde einen neue Theaterbühne geschaffen. Das Theaterstück "Dann will ich Dir ein Zeichen geben" konnte 7 mal bei vollem Hause aufgeführt werden.

 

 

1954-1955

War das Jahr 1953/54 sportlich nicht überzeugend, so drohte in diesem Jahr alles zusammenzubrechen. Bei der Generalversammlung trat die gesamte Vorstandschaft zurück und die Auflösung des Vereins stand bevor. Da erhob sich Herr Oberlehrer Braig und ermahnte die Versammelten, dass im Interesse der Jugend der Sportverein unbedingt erhalten bleiben sollte. Die Vorstandschaft ließ sich überzeugen und entschloss sich, für ein weiteres Jahr die Geschäfte des Vereins weiter zu führen. Das A-Jugendspielbetrieb konnte ungestört weitergeführt werden, die auch in diesem Jahr am Ende der Runde den 2. Platz belegte.

 

 

1955-1956

In diesem Jahr ging es wieder sportlich aufwärts. Man war in der glücklichen Lage, mit einer 1. und einer Jugendmannschaft am Spielbetrieb teilzunehmen. Dies war aber nur möglich, weil sportlich begeisterte Jugendliche aus dem Nachbarort Dürnau uns beigetreten sind. Nach Abschluss der Verbandsspiele hatte die 1. Mannschaft den 6. Tabellenplatz und die Jugend den schon zur Tradition gewordenen 2. Tabelleplatz. Kulturell wurde das Theaterstück "Heimweh am Wolgastrand" mit großem Erfolg aufgeführt.

 

 

1956-1957

Unsere Fußballmannschaften konnten auch in diesem Jahr sportlich überzeugen und nach Abschluss der Verbandsspiele war die 1. Mannschaft auf dem 4. Platz zu finden und die Jugend auf dem 3. Platz.

Das größte Ereignis in diesem Jahr war das 10-jährige Vereinsjubiläum. Es fand aus diesem Anlass ein Pokalturnier statt. Am Turnier beteiligten sich folgende Mannschaften:

Hochberg, Neufra, Sattenbeuren und unsere 1. Mannschaft. Im Werbespiel stand unsere Jubiläumsmannschaft der AH Oggelshausen gegenüber. Das Turnier war sportlich ein voller Erfolg und alle Beteiligten waren begeistert von diesem Sportfest.

 

 

1957-1958

Auch in diesem Jahr konnten unsere beiden Mannschaften sportlich überzeugen. Nach Abschluss der Verbandsspiele waren beide Mannschaften auf dem 3. Tabellenplatz. Wie im letzten Jahr führte der Verein auch in diesem Jahr wieder ein gut gelungenes Pokalturnier durch. Daran beteiligten sich folgende Mannschaften: Hochberg, Sattenbeuren, Hoßkirch, Ebersbach. Das Werbespiel bestritt Kanzach und Betzenweiler.

Auf kulturellem Gebiet wurde eine sehr große Leistung vollbracht. Man bekamen einen neuen Kronensaal und musste deshalb eine neue Bühne bauen. Jung und Alt halfen zusammen und erstellten in kurzer Zeit eine neue Bühne, sodass an Weihnachten das Theaterstück "Mutter Magdalena" mit großem Erfolg aufgeführt werden konnte.

Sechs Wochen später wurde das Lustspiel "Der Etappenhase" ebenfalls mit sehr großem Erfolg aufgeführt.

 

 

1958-1959

Mit neuem Schwung ging der Verein in das neue Spieljahr. Der SVK konnte in Herrn Hauptlehrer Hans Lang, Binzwangen, einen ersten Trainer verpflichten. Auf dem Sportplatz wurde in Gemeinschaftsarbeit 2500 Watt-Schweinwerfer aufgestellt. Jeden Freitag Abend wurde bei gutem Besuch das Training durchgeführt.

Der sportliche Erfolg blieb nicht aus. Man spürt allmählich das Auswachsen der spielerischen Qualitäten. Nach Ende der Runde nahm unsere 1. Mannschaft den guten 3. Platz ein. Die Reserve aber konnte die Meisterschaft erringen. Bei den Verbands-Pokalspielen kam der SVK bis ins Endspiel, unterlag aber knapp mit 2:1 Toren dem SV Binzwangen.

An Weihnachten wurde das Theaterstück "Alexa" mit gutem Erfolg aufgeführt.

 

 

1959-1960

Leider musste der Trainer, Herr Hauptlehrer Hans Lang, den SVK verlassen. Er wurde nach Primisweiler im Kreis Wangen, versetzt. An seine Stelle trat der aktive Spieler, Herr Hauptlehrer Albert Braig. Spielerisch konnten beide Mannschaften auch in dieser Saison voll überzeugen. Die 1. Mannschaft behielt wieder den 3. Tabellenplatz. Die Reserve wurde wieder Meister. Bei den Verbands-Pokalspielen wurde wieder das Endspiel erreicht. Bei schwacher Leistung unterlag der SVK dem SV Hoßkirch 2:3.

Nach Weihnachten führten wir das Lustspiel "Der Saudieb vom Unterland" mit sehr großem Erfolg auf. Das Gastspiel der Theatergruppe in Seekirch war ebenfalls ein großer Erfolg.

 

 

1960-1961

Sportlich war in diesem Jahr ein kleiner Rückgang zu verzeichnen. Nach Abschluss der Verbandsspiele war unsere 1. Mannschaft auf dem 4. Platz, die Reserve auf dem 3.

Das größte Ereignis in der Vereinsgeschichte fand in diesem Jahr statt. Der SVK lud eine Mannschaft aus Segonzac in Südfrankreich ein, die man dann im Herbst 9 Tage in ihrer Heimat besuchte. Dieses Treffen war für beide Teile ein unvergessliches Ereignis. Auch war es ein guter Beitrag zur allgemeinen Völkerverständigung zwischen der französischen Jugend und der deutschen.

Der Männerchor gestaltete die Feier der 50- und 60-Jährigen. Der Farblichtbildervortrag über das Freundschaftstreffen Kanzach-Segonzac wurde mit Liedern umrahmt.

 

 

1961-1962

Spielerisch konnte der SVK den 4. Tabellenplatz vom Vorjahr behaupten. Auch war eine leichte Aufwärtsbewegung wahrzunehmen. Es waren auch genügend Spieler für beide Mannschaften zur Verfügung. Beim Pokalturnier in Muttensweiler errang unsere Mannschaft den 1. Pokal.

An Ostern wurde der SVK vom Sportverein Landau-West besucht, dem man an Pfingsten den Gegenbesuch abstattete. Es war sportlich und kameradschaftlich ein großes Erlebnis.

Eine große Ehre wurde dem Verein zuteil, als der "Bezirkstag des Bezirk Donau" in Kanzach stattfand. Der Männerchor hat den Tag mit einigen Liedern eröffnet.

Der Sportlerball im sehr schön dekorierten Kronensaal mit dem Ansager, Herrn Sauter, war ein voller Erfolg.

 

 

1962-1963

Die erste Mannschaft hatte nach Abschluss der Spiele den schon zur Tradition gewordenen 4. Tabellenplatz erspielt. Die Reserve erkämpfte sich den 2. Platz. Auch die neu ins Leben gerufene C-Jugend hat sich tapfer geschlagen, sie kam auf den 3. Platz. Insgesamt konnte mit den 3 Mannschaften mit ihrer gezeigten Leistungen voll zufrieden sein.

Nach 2-jähriger Pause führte die Theatergruppe "Das Grab in der Steppe" mit einem ganz großen Erfolg auf.

 

1963-1964

In diesem Jahr war auf sportlichem Gebiet ein sehr starker Rückgang zu verzeichnen. Die 1. Mannschaft landete nach Abschluss der Verbandsspiele auf dem 6. Tabellenplatz. Die Reserve hatte keinen regelmäßigen Spielbetrieb, da die anderen Vereine zum Teil gar keine Reserve mehr hatten. Die C-Jugend musste aufgelöst werden, weil im ganzen Ort kein Jugendleiter gefunden werden konnte.

Das Theaterstück "Schicksal der Zeit" konnte keinen großen Anklang finden.

 

 

1964-1965

In diesem Jahr konnten unsere beiden Mannschaften wieder voll überzeugen. Von den schwachen Leistungen des letzten Jahres war nichts mehr zu sehen, sodass nach Abschluss der Spiele beide Mannschaften einen guten 3. Tabellenplatz behaupten konnten.

Bei der Sänger-Ehrung konnte der SVK verdiente Männer für 40-jährige Treue zum Deutschen Lied mit einer Wandtafel ehren. Es waren die Herren Josef Kopf, Anton Härle, Xaver Leins, Anton Rothfuß. Für langjährige Dirigententätigkeit wurde Herr Josef Kopf zum Ehrenmitglied ernannt.

 

 

1965-1966

Im Jubiläumsjahr hat sich in die 1. Mannschaft viel vorgenommen und konnte am Ende der Vorrunde die Herbstmeisterschaft erringen. Die Tabellenführung konnte auch bis zum 5. Spiel der Rückrunde gehalten werden. Die Mannschaft verlor gegen Oggelshausen und fiel 1 Punkt Rückstand auf den 2. Platz zurück.

Obwohl die Mannschaft am Schluss der Saison nach Punkten und Toren die Tabelle anführte, wurde am "grünen Tisch" entschieden, dass die Mannschaft ein Entscheidungsspiel auf neutralem Platz gegen die Mannschaft des Tabellenzweiten SV Oggelshausen auszutragen hätte. Dieses aus Kanzacher sicht denkwürdige Entscheidungsspiel fand am 23. August 1966 in Bad Buchau statt. Auch dieses zweite Aufstiegsspiel war von extremen Witterungsverhältnissen begleitet. War es im Jahre 1949 noch strömender Regen, der einen Aufstieg verhinderte, so waren es nun strahlender Sonnenschein und tropische Temperaturen mit denen der Aufstieg gelang. Mit einem verdienten 3:1 Erfolg verließ die Mannschaft des SV Kanzach den Platz als Sieger und Meister der C-Klasse.

 

(Aus der Jubiläums-Festschrift zum 20-jährigem Bestehen des SV Kanzach)
 


Leider konnte man sich in der B-Klasse nicht halten; dem Aufstieg folgte ein Jahr später der Abstieg. Seither musste man sich in den Reihen der 1. Mannschaft um Aufstieg oder Abstieg keine Gedanken mehr machen.

Rangierte man in den 60er und 70er Jahre am Ende der Spielsaison noch meist in der obere Tabellehälfte, hat die 1. Mannschaft seit den 80er Jahren die Spielsaison sogar meist nur im unteren Tabellendrittel beendet. Für den letzen großen Erfolg der Fußballabteilung - von Erfolgen der Jugendmannschaften einmal abgesehen - war die Reservemannschaft verantwortlich; sie holte sich im Jahre 1973 den bislang letzen Meisterwimpel nach Kanzach.

(Aus der Jubiläums-Festschrift zum 50-jährigem Bestehen des SV Kanzach)


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