Jetzt als Podcast: 80 Jahre SV Kanzach - 2. Teil: 1967 - 1986
Mit der Rubrik möchte der Sportverein Kanzach seine lange und bewegte Geschichte wieder stärker ins Bewusstsein rücken. Über viele Jahrzehnte hinweg haben unzählige Mitglieder, Ehrenamtliche und Unterstützer dazu beigetragen, dass der Verein nicht nur sportlich erfolgreich war, sondern auch zu einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Kanzach wurde. Viele dieser prägenden Ereignisse, Entscheidungen und Entwicklungen sind heute nur noch wenigen bekannt oder finden sich ausschließlich in alten Protokollen und Festschriften.
Genau hier setzt die Rubrik an: Sie soll in 4 Teilen die wichtigsten Wegmarken der Vereinsgeschichte – gewissermaßen die „Eckpfeiler“ – noch einmal verständlich und anschaulich darstellen. Gemeint sind damit nicht nur sportliche Erfolge, sondern vor allem auch die Menschen, der Gemeinschaftsgeist, besondere Herausforderungen und die vielen kleinen Geschichten, die den Verein über Jahrzehnte hinweg geprägt haben.
Mit dem zweiten Teil unserer kleinen Zeitreise durch die Vereinsgeschichte blicken wir auf die Jahre 1967 bis 1986 zurück. Nachdem im ersten Teil die Aufbaujahre von 1946 bis 1966 im Mittelpunkt standen, entwickelte sich der Sportverein Kanzach in den folgenden Jahrzehnten immer mehr zu einem wichtigen gesellschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt der Gemeinde.
Zwischen 1967 und 1986 entwickelte sich der Sportverein Kanzach stetig weiter – sportlich, gesellschaftlich und kulturell. Freundschaftsbesuche und internationale Begegnungen prägten diese Zeit ebenso wie große Gemeinschaftsleistungen der Vereinsmitglieder.
1968 stellte die Gemeinde dem Verein das neue Sportgelände zur Verfügung. In unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden wurde der Platz entwässert, aufgeschüttet, neu angesät und mit Ballfangnetzen sowie Lichtmasten ausgestattet. Nach mehreren Jahren Ausbau konnte der Sportplatz 1971 zum 25-jährigen Vereinsjubiläum feierlich eingeweiht werden – ein großes Gemeindefest mit Gästen aus nah und fern.
In den 1970er- und 1980er-Jahren stand vor allem der Erhalt des Fußballspielbetriebs im Mittelpunkt. Gleichzeitig entstanden neue Abteilungen und Traditionen: 1972 wurde eine Altherrenmannschaft gegründet und die Sängerabteilung neu belebt. 1975 fand erstmals das inzwischen traditionsreiche Weinfest statt.
Besonders prägend waren die internationalen Freundschaften des Vereins. Enge Kontakte bestanden zu den Sportfreunden aus Segonzac in Frankreich sowie nach Vorarlberg. Gemeinsame Besuche, Freundschaftsspiele und Feste stärkten die Verbundenheit über Ländergrenzen hinweg. Ein außergewöhnlicher Höhepunkt war die Reise nach Rumänien, die auf Initiative von Pfarrer Brendli organisiert wurde und die Teilnehmer auf die Spuren der Sathmarer Schwaben führte.
Auch zahlreiche Veranstaltungen bereicherten das Vereinsleben: Sommerfeste, Laufmeisterschaften, Ausflüge, Faschingsbälle und Zeltfeste machten den SV Kanzach zu einem wichtigen Mittelpunkt des Dorflebens. 1980 entstand durch viel Eigenleistung ein neues Sportheim im ehemaligen Wasch- und Backhaus.
Mit dem Bau der Mehrzweckhalle im Jahr 1986 erhielt der Verein schließlich eine dauerhafte Heimat für Sport und kulturelle Veranstaltungen. Bis heute prägt sie das Vereinsleben in Kanzach maßgeblich.
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